Galerie Stephan Witschi

9. Juni – 14. Juli 2018

Robert Frank bezeichnete Jungjin Lees Bildserien als «landscapes without the human beast» und verwies auf die poetische Kraft in ihren Fotoarbeiten, von denen eine exemplarische Auswahl aus verschiedenen Serien in der Ausstellung zu sehen ist. Jungjin Lees menschenleere Landschaften, durch die sich Wege und teils asphaltierte Strassen winden, bezeugen trotz der Abwesenheit des Menschen gerade dessen Existenz. Das Spiel zwischen Absenz und Dasein bildet ein Thema, dem sich auch Roman Signer und Ester Vonplon gleichsam verschrieben haben.

Während Ester Vonplons Nahaufnahmen von Schnee- und Eislandschaften auf die in jeden Millimeter der Natur innewohnende Schönheit verweisen, die als Dokumente von Seinszuständen verstanden werden können, griff sie für ihre neueste Bildserie in die Natur ein. Es sind farbenfrohe Bilder, die eine von der Künstlerin vorgenommene Verschmutzung von Schnee belegen, die schnell vergessen scheint, sobald sich die eingefärbte Materie wieder von selbst auflöst. Dabei stellt Ester Vonplon hintersinnig die Frage, wo bleiben die Farben, wenn der Schnee schmilzt.

Zu einer Spurensuche regt auch die Installation von Roman Signer an. In nahezu absurder Verknüpfung von Ort und Gegenständen beginnt ein Spekulieren über den Tathergang.


Vernissage
Freitag, den 8. Juni 2018, ab 18 Uhr

Ausstellungsdauer
9. Juni – 14. Juli 2018

Öffnungszeiten
Mittwoch bis Freitag 14 – 18 Uhr
Samstag 13 – 17 Uhr