Wir freuen uns, dass Dr. phil. Nanni Baltzer, Lehrbeauftragte für Theorie und Geschichte der Fotografie an der Universität Zürich, in der Ausstellung mit Andrea Good am Objekt über die Faszination Fotografie sprechen wird. Andrea Good experimentiert und arbeitet mit alten Techniken, dabei setzt sie das Prinzip der Camera obscura in ungewohnt grossen Dimensionen um. Für ES WARD / ES WIRD besetzte sie kurzzeitig ein leerstehendes Industrieareal in der Nähe der Taubenlochschlucht bei Biel. Um die von Mythen umwobene Gegend bildlich einzufangen, funktionierte sie gleich mehrere Büroräume und eine Lagerhalle zur Lochkamera um. Ihre Arbeitsweise führt Andrea Good nicht nur an ungewöhnliche Orte, sondern sie zwingt die Fotokünstlerin gleichsam, eine bestimmte Perspektive zum Bildsujet einzunehmen. Mit Dr. phil. Nanni Baltzer als Kennerin der theoretischen Hintergründe und historiografischen Relevanz des Mediums kann ein spannendes Gespräch erwartete werden, das auf die Arbeitsprozesse Andrea Goods näher eingehen wird.

© A. Good, ES WARD/ES WIRD, 2016, Camera obscura/Luminogramm, Fujiflex, Unikat, 210 × 127 cm

Drahtwerk Bözingen XXlll, Taubenlochschlucht , Camera obscura, Ilfochrome, Unikat, 127x180 cm

Drahtwerk Bözingen Vll, Taubenlochschlucht, Camera obscura, Farbpapier, Unikat, 50x60 cm

Andrea Good
ES WARD / ES WIRD

 

Andrea Good sucht für ihre Arbeit bewusst Räume auf, die verlassen sind oder die sich im Umbruch befinden und zu verschwinden drohen. Für ES WARD / ES WIRD besetzte sie kurzzeitig ein leerstehendes Industrieareal in der Nähe der Taubenlochschlucht bei Biel. Um die von Mythen umwobene Gegend bildlich einzufangen, funktionierte sie gleich mehrere Büroräume und eine Lagerhalle zur Lochkamera um. Ihre Arbeitsweise führt Andrea Good nicht nur an ungewöhnliche Orte, sondern sie zwingt die Fotokünstlerin gleichsam, eine bestimmte Perspektive zum Bildsujet einzunehmen. Ihre Bilder sind im Vorfeld nie vollends berechenbar. Sie werden bestimmt von ortsspezifischen Bedingungen, von Zeit und Unvorhersehbarem. Der Zufall ist Teil ihrer künstlerischen Strategie.

Als Pendant zu der Arbeit entwickelte Andrea Good ausgehend von dem Bildmaterial, das im Industrieareal entstand, eine zweite Serie von Fotoarbeiten, die sich aufgrund ihrer Farbintensität und der sich in den Bildern abzeichnenden Kreisformen von der ersten Serie stark absetzt. Es sind Umdrucke, die in umgekehrter, komplementärer Farbgebung die gleichen Motive zeigen, jedoch unter Einsatz einfacher Mittel von der Künstlerin derart in ihrer Wirkung verändert wurden, dass sich Vorder- und Hintergrund und Oben und Unten nahezu aufzulösen scheinen. Immer wieder gelingt es Andrea Good, mit ungewöhnlichen Bildern zu überraschen, von denen jedes ein absolutes Unikat darstellt.

Andrea Good, geboren 1968, lebt und arbeitet in Zürich. Als ausgebildete Fotografin ist sie seit 1998 künstlerisch tätig. Für ihre künstlerischen Arbeiten experimentiert und arbeitet sie mit alten Techniken wie dem Fotogramm und der Lochkamera, dabei setzt sie das Prinzip der Camera obscura in ungewohnt grossen Dimensionen um. Schiffscontainer und Räume, vom Hotelzimmer bis zur Kirchenhalle dienen ihr als Lochkamera. Ihre Arbeiten sind in privaten und öffentlichen Sammlungen vertreten.

Für Bildmaterial und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die Galerie.

Vernissage
Freitag, 31. März 2017, ab 18 Uhr

Ausstellungsdauer
31. März - 13. Mai 2017

Öffnungszeiten
Mittwoch bis Freitag 14 – 18 Uhr
Samstag 13 – 17 Uhr