Wir freuen uns, Sie zur offiziellen Eröffnung der Ausstellung

EINE BESONDERE ZEIT, EINE BESONDERE SITUATION 

am Samstag, den 20. Juni ab 13 Uhr einzuladen

Die Ausstellung entstand zusammen mit Barbara Liebster am Anfang der Krise.  Aus dem Zustand des Nichtwissens, wie es weitergeht, stellten wir eine spontane und sehr persönliche Ausstellung zusammen. Jedes Bild und jede Skulptur sind für uns von grosser Wichtigkeit.

Folgende Künstler*innen sind vertreten:

Sandra Knecht, Isabelle Krieg, Jungjin Lee, Marianna Rothen, Eva Schlegel, Ester Vonplon, Christoph Haerle, Martin Kollar, Thomas Ott, Peter Radelfinger, Marcel Reuschmann, Bjørn Sterri, und Hans Witschi
Die "Kunstkocherin“ Sandra Knecht hat sich spontan bereit erklärt, an diesem Anlass ihre berühmten Merguez zu grillieren - ein kleiner Vorgeschmack auf ihre kommende Ausstellung Ende August in der Galerie.

Bestimmt ist die oder der eine oder andere Künstler*in anwesend.

Wir freuen uns, endlich wieder einmal mit Ihnen allen anstossen zu dürfen.

Stephan Witschi, Barbara Liebster und Roger Zoller


Newsletter 4

© Christoph Haerle, lacquered wood, diameter 40 cm, currently in the gallery

Und dann diese Sinnlichkeit!

Eine besondere Zeit, eine besondere Situation

 

Liebe Freunde der Galerie, sehr geehrte Damen und Herren

Zugegeben, ich hatte schon immer ein ambivalentes Verhältnis zur Konkreten Kunst. Zwar gibt es Werke, die mich seit langem begeistern. Max Bills begehbare Pavillon-Skulptur an der Bahnhofstrasse mit ihren fiktiven Räumen zum Beispiel. Andere Werke weniger. Mir war das Chaos schon immer näher als die Ordnung. Um es ein wenig plakativ auszudrücken, ein meisterhaft gemalter expressiver Ölschinken von Varlin, gespickt mit menschlichen Unzulänglichkeiten, ist mir näher als eine protestantisch saubere, hochpräzise, kühle Abbildung von geometrischen Formen und Farben eines Lohse oder eben Bill.

Aber dann kam Christoph Haerle und zeigte mir die Sinnlichkeit in seinen „geometrischen“ Werken.

Wir kennen uns schon sehr lange, und vom ersten Moment an war er für mich eine Respektsperson. Er ist ein leidenschaftlicher Kettenraucher, Espresso - und Weissweintrinker, Künstler und Architekt. Sein Wissen in und um die Kunst ist immens. Ein zeitkritischer Geist, der voller Leidenschaft steckt, und der es versteht, den geometrischen Formen Sinnlichkeit und Verletzlichkeit zu geben. Christoph Haerle ist ein Künstler, der gross denkt und Grosses schafft. Ob in seinen kleinen Nagellackminiaturen, die manchmal wie Fingerübungen daherkommen, in den sanften farbigen Holzskulpturen, die man immer wieder berühren und streicheln möchte, oder in seinen grossen Werken, wie dem Brunnen „Ganymeds Schwester“ am General-Guisan-Quai in Zürich oder seiner über 50 Meter langen farbigen Betonwand, die 2018-19 für das neue Bürgerspital in Solothurn gebaut wurde. Christoph hat bisher in der ganzen Schweiz über dreissig Kunstwerke im öffentlichen Raum realisiert.

Und … er führt mit seiner Lebenspartnerin Sabina Hubacher erfolgreich ein Architekturbüro. Er war jahrelang im Vorstand der Kunsthalle Zürich und kümmert sich seit einigen Monaten um den Nachlass von Florin Granwehr. Dies alles mit einer radikalen Leidenschaft, Schaffenskraft und Kompromisslosigkeit, die in all seinen Werken zum Ausdruck kommt, und die in der ach so glamourösen Kunstwelt leider viel zu selten zu finden ist.

Stephan Witschi

 

Die Galerie ist jeweils Mittwochs von 14 - 18 Uhr offen.

Am 20. Juni ab 13 Uhr Soft Opening mit Sandra Knecht.

Genauere Informationen folgen.

 


MARCEL REUSCHMANN

Grenzgänger zwischen Wissenschaft und Kunst

Als ausgebildeter wissenschaftlicher Zeichner fertigte Marcel Reuschmann (geb. 1941) zahlreiche Aquarelle und Zeichnungen an, die ausdrücklich dem Zweck der Dokumentation dienten und die wichtige Grundlagen für Studien und Forschungen bildeten. Was allerdings kaum jemand weiss, Reuschmann zeichnete auch in seiner Freizeit und er tut es noch. Losgelöst von naturalistischer Sachlichkeit bezeugen seine bisher unveröffentlichten Arbeiten einen künstlerischen Ansatz, der im Mittelpunkt der Betrachtung steht.

Herausgeberin: Susanne Werth

Texte: Ute Christiane Hoefert

Edition Stephan Witschi, Zürich 2019

 

ISBN 978-3-906191-09-6


Preis : CHF 58.00

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