Jungjin Lee

Jungjin Lee (*1961) lebt und arbeitet in New York. In Korea geboren, hat sie an der Hong Ik University in Soeul (Major in Ceramics) studiert bevor Sie 1988 nach Amerika zog und an der New York University ihren Master of Photography) machte.

Es war die Landschaft, die die Fotografin auf der Suche nach dem Motiv, das ihr entspricht, zu sich selbst finden liess. Während ihres Studiums der Fotografie in New York City stellte sie fest, dass die Studierenden immerzu von Ideen sprachen, während man in Asien grösseres Gewicht auf den Ausdruck von Gefühlen legte. In ihrem zweiten Studienjahr reiste Lee in den Südwesten der USA, wo sie in der Wüste das fand, wonach sie suchte: die Landschaft und die Kräfte, die in ihr wirken.

Bilder berühren uns zuerst emotional, bevor wir in Sprache übersetzen, was wir wahrnehmen. Auf diesem Grundsatz basiert Lee’s Arbeit. Zwischen 1990 und 1994 entstand die Serie DESERT. Zu dieser Zeit assistierte Lee Robert Frank, der den Einführungtext zur gleichnamigen Publikation beisteuerte.

Jungjin Lee’s Bilder wirken meist schemenhaft, wehmütig. Land, Himmel, Wolken und Meer fliessen ineinander und verwandeln sich vor Lee’s Linse in abstrakte Strukturen. Es ist eine merkwürdige und einsame Schönheit, trostlos und leidenschaftlich zugleich, die Lee’s Fotografien durchdringt.

 www.jungjinlee.com