AUSSTELLUNG

I SEE DARKNESS - DIESSEITS

ESTER VONPLON

29. MAI FINISSAGE und PERFORMANCE

Titel des Werks, 2020, 170 x 80 cm

ÜBER DIE AUSSTELLUNG

I SEE DARKNESS

In der Dunkelheit des stillgelegten Aclatunnels, belichtete Ester Vonplon mit dem vorhandenen Licht analoges Fotopapier.  Seit der Lockdown im März 2020 ausgesprochen und wir in unserer gewohnten Mobilität eingeschränkt wurden, fing die Künstlerin an intensiv in dem stillgelegten Tunnel, der einst der Zugang ins Safiental  war und seit 1997 zu einem Naturreservoir erklärt wurde, zu arbeiten.
Diesen abgelegenen Ort nutzte sie zum experimentieren mit Zeit, Chemie und den gegebenen Umständen. Ausgangspunkt für die Verlegung ihres Ateliers in den Tunnel war das letztjährige „Artsafiental“.

In the darkness of the disused Aclatunnel, Ester Vonplon exposed analogue photo paper with the available light. Since the lockdown was pronounced in March 2020 and we were restricted in our accustomed mobility, the artist began to work intensively in the disused tunnel, which was once the entrance to the Safien Valley and which has been declared a nature reserve since 1997.
She used this remote place to experiment with time, chemistry and the given circumstances. The starting point for the relocation of her studio in the tunnel was last year's “Artsafiental”.



DIESSEITS

Blätter, Blüten und Stiele werfen blaue Schatten.
Ester Vonplons Herbarium ist eine Sammlung zerbrechlicher, fast unbemerkter Objekte, die aus der Vergänglichkeit gerettet wurden. Diese Pflanzen wurden auf lichtempfindlichem Papier der Sonne ausgesetzt, wo sie ihre Spuren hinterließen. Im Großformat gewinnen die Werke eine starke ikonische Präsenz. In Ester Vonplons Praxis wird Fotografie zum Werkzeug eines Dichters. Der Künstler interessiert sich für die Willenskraft fotografischer Materialien. Sie experimentiert mit lichtempfindlichem Papier aus dem Jahre 1907, das aufgrund seines Alterungsprozesses eine unerwartete Reaktion zeigt.


Leaves, flowers and stems cast blue shadows.
Ester Vonplon's herbarium is a collection of fragile, almost unnoticed objects that have been rescued from transience. These plants were exposed to the sun on photosensitive paper, where they left their mark. In large format, the works gain a strong iconic presence. In Ester Vonplon's practice, photography becomes a poet's tool. The artist is interested in the willpower of photographic materials. She experiments with photosensitive paper from 1907, which shows an unexpected reaction due to the aging process.