MARCEL REUSCHMANN

Selbstporträt, 1991
Selbstporträt, 1991

press to zoom
Anonymes Selbstporträt, 2005-10,
Anonymes Selbstporträt, 2005-10,

press to zoom
Klatschmohn, 1971
Klatschmohn, 1971

press to zoom
Selbstporträt, 1991
Selbstporträt, 1991

press to zoom
1/5

ÜBER

MARCEL REUSCHMANN

MARCEL REUSCHMANN


Marcel Reuschmann, geboren 1941 in Zürich, wuchs mit seinen zwei jüngeren Geschwistern in Zürich Enge in einfachen Verhältnissen auf. Der Vater stammte aus dem Thurgau und war gelernter Automechaniker, der als Lastwagenfahrer das Geld verdiente. Die Mutter aus dem französischsprachigen Val de Travers kümmerte sich währenddessen um den Haushalt und die drei Kinder. Für weite Reisen fehlte der Familie das Geld, dafür boten die nahegelegenen Parkanlagen und die Schweizer Berge und Wälder beliebte Ausflugsziele für gemeinsame Wanderungen, auf denen Reuschmann unterschiedliche Pflanzenarten und Pilzsorten zu unterscheiden lernte. Schon als Kind entdeckte Reuschmann die Freude am Zeichnen nach der Natur. Fast dreissig Jahre war Reuschmann als wissenschaftlicher Zeichner im Fachbereich prähistorische Archäologie an der Universität Zürich tätig. 1981 erhielt er das Eidgenössische Stipendium für angewandte Kunst. Es entstanden mitunter Bilder von organischen Figuren, fantastischen Landschaften und tanzenden Robotern, die an HR Giger denken lassen, den Reuschmann während seiner Ausbildung an der Kunstgewerbeschule in Zürich kennenlernte.

Teils dienen ihm seine Zeichnungen auch zur Verortung und Befragung seiner selbst.


Text: Christiane Hoefert


ZITAT

In Gedanken – beinahe einem Traum gleich – durchschreite ich plötzlich den Steinbruch einer bizarren Fantasiewelt. Figuren beginnen sich, von den bisherigen dokumentarischen Darstellungen zu lösen. In ihrem Formenreichtum und ihrer strukturellen Vielfalt lassen sie zwar immer noch ein Gemisch pflanzlicher als auch tierischer Substanzen erahnen. Chaotisch verflechten sie sich zu ganzen Landschaften, die mit ihren Höhen und Tiefen gar an die exotische Welt von Korallenriffen erinnern. 



ENGLISH


Marcel Reuschmann, born in Zurich in 1941, grew up with his two younger siblings in Zurich Enge in simple circumstances. The father came from Thurgau and was a trained auto mechanic who earned the money as a truck driver. The mother from the French-speaking Val de Travers took care of the household and the three children. The family did not have the money for long trips, but the nearby parks and the Swiss mountains and forests offered popular excursion destinations for joint hikes, on which Reuschmann learned to differentiate between different types of plants and mushrooms. As a child, Reuschmann discovered the joy of drawing from nature. For almost thirty years, Reuschmann worked as a scientific draftsman in the prehistoric archeology department at the University of Zurich. In 1981 he received the Federal grant for applied arts. Sometimes pictures of organic figures, fantastic landscapes and dancing robots were created, reminiscent of HR Giger, whom Reuschmann got to know during his training at the arts and crafts school in Zurich. 

Some of his drawings also help him to locate and question himself. 


Text by Christiane Hoefert


QUOTE

In my mind - almost like a dream - I suddenly walk through the quarry of a bizarre fantasy world. Figures are beginning to break away from the previous documentary representations. In their wealth of shapes and their structural diversity, they still suggest a mixture of plant and animal substances. Chaotically, they intertwine to form entire landscapes, which with their ups and downs are reminiscent of the exotic world of coral reefs.