
Am 10. September eröffnen wir die Ausstellung mit neuen Werken von Christoph Haerle. Im Zentrum steht das spannungsvolle Zusammenspiel von Farbe und Beton – kraftvoll, körperlich und von eindrücklicher energetischer Präsenz.
Haerle beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Beton und begegnet diesem Material zugleich aus der Perspektive des Architekten und des Künstlers. Seit seinem monumentalen Kunst-am-Bau-Projekt in Solothurn (2017–2019) – einer 5 × 60 Meter grossen Mauer, die als sein eigentliches Opus Magnum gelten kann – entwickelt er seine weltweit einzigartige Technik des eingefärbten Betons kontinuierlich weiter. Dabei verschiebt er die Grenzen des Materials und lotet insbesondere die Möglichkeiten der Farbe immer wieder neu aus. Die aussergewöhnliche Intensität seiner heutigen Farbpalette erinnert bisweilen an die leuchtende Farbwelt der Coloristen des frühen 20. Jahrhunderts.
Ausgangspunkt seiner Arbeiten sind häufig Landschafts- und Pflanzenmotive. Haerle übersetzt sie zunächst in kleine, mit Nagellack auf Transparentpapier gemalte Miniaturen – eigenständige, konzentrierte Farbräume, die später in Beton eine überraschende physische Präsenz gewinnen.
Vernissage: 10. September 2026, ab 17 Uhr
Ausstellung: bis 31. Oktober 2026